
Laufzeit: 1688-1972
Umfang: 7 Kartons
lfd. Nummern: 46
Akzessionsdatum: 2006
Findmittel: 2011
Signatur: 4KG 092B
Der ursprünglich Mannendal genannte Ort gehörte seit dem 15. Jahrhundert den Herren von Koppenstein, deren Schloss noch heute im Dorf steht. Als 1557 das Amt Kreuznach evangelisch wurde, dürfte die Reformation auch nach Mandel gekommen sein. Die Pfarrei war und blieb lutherisch. Während des Pfälzischen Erbfolgekriegs wurde von 1683 bis 1684 katholischer Gottesdienst in der Kirche gehalten, 1714 das Simultaneum erneut eingeführt, obwohl nur zwei Einwohner des Ortes katholisch waren. Die Ablösung erfolgte erst 1894. Die ursprüngliche Simultan- heute Evangelische Kirche Mandel entstand 1829/30 im spätklassizistischen Stil und ist weithin sichtbar. Mit ihrem mächtigen Turm und dem auffallenden fingerhutförmigen Helm beherrscht sie das Ortsbild. Schräg unterhalb der Kirche liegt das evangelische Pfarrhaus, ein 1789-91 erbauter frühklassizistischer Walmdachbau. Die Evangelische Kirchengemeinde Mandel kam am 1.1.1972 zur Gemeinde Roxheim.
Inhalt: Der vorliegende Bestand umfasst größtenteils nur Fragmente. Nennenswert sind lediglich die Amts- und da vor allem die Kassenbücher, die bis zum Ende des 17. Jahrhunderts zurückreichen.
Literatur: Boos, Edeltrud, Die Einwohner der Bürgermeisterei Mandel 1798-1910. Ein Ortsfamilienbuch der Gemeinden Rüdesheim (Nahe), Roxheim, Mandel, Braun-weiler, Gutenberg, St. Katharinen, 3 Bde., o.O. 2023; Frieß-Reimann, Hildegard, 9. Mandeler Dorfseminar der Ev. Kirchengemeinde. Alt Mandel – Was tun?, o.O. [1982]; KABl 1972, S. 51; Rosenkranz, Evangelisches Rheinland, Bd.1, S. 400; Tausendjähriges Mandel, Mandel 1962.
Vergleichende Archivbestände: 1OB 008 (Ortsakten); 1OB 009 (Personalakten der Pfarrer); 1OB 010 (Kirchenkreisakten); 3MB 001 (Kirchenkreis Kreuznach)

